Carel van Falens (Antwerpen 1683-1733 Paris)    [Text als PDF (34KB) downloaden]

Carel van Falens war ein Meister im Kopieren und Nachahmen der Werke Philips Wouwermans. Diese Begabung sorgt bis in die heutige Zeit für Verwirrungen bei der Frage der Zuschreibung von Gemälden, die nicht die auserlesene Qualität eines Philips Wouwermans aufweisen, deren Motive, Kompositionen und Farbigkeit jedoch mit dem Meister selbst in Verbindung gebracht werden. Unzureichende Kenntnisse über die künstlerische Entwicklung im Werk Carel van Falens`, der in der Wahl von Sujet, Stil und Komposition den Werken Wouwermans eng, beinahe starr und plump nachfolgend, verstanden wurde, führen vielmals zu vorschnellen Zuschreibungen. C. Brossel, der 1965 den Künstler zum ersten Mal ausführlich vorstellte, erlag hierbei ebenso dem entscheidenden Fehler, dem gleichermaßen in Museen wie im Kunsthandel aufgesessen wird: Gemälde, die nachweislich auf der Grundlage von Kupferstichen, gestochen nach Originalen von Wouwerman, gemalt wurden, können nicht Van Falens zugeschrieben werden, da diese erst nach dessen Tod 1733 hergestellt und verbreitet wurden.

C. Brossel: Charles van Falens (1683-1733). Peintre du Régent et de Louis XV Académicien. In: Revue Belge d` Archéologie et d´ Histoire de l´Art 34 (1965), S. 211-226.

Kathrin Bürger: "Die besten Kenner getäuscht…". Carel van Falens (1683-1733) nur ein Kopist und Nachahmer von Philips Wouwerman? In: Dresdener Kunstblätter 05/2006, S.288 - 298.

Kathrin Bürger: Carel van Falens (1683-1733) (...) een vaardige, vaak bedrieglijk knappe imitator van Philips Wouwerman. In: Bulletin van het Rijksmuseum Amsterdam, Nr. 4, Jaargang 55/2007, S. 332-351.

Kathrin Bürger: Über Einfluss und Nachwirkung von Philips Wouwerman. In: Philips Wouwerman. 1619-1668. Ausstellungskatalog Museumslandschaft Hessen Kassel, Koninklijk Kabinet van Schilderijen Mauritshuis, Den Haag, München 2009, S. 42-53.


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